Technische Zeichnungen und ISO GPS

Technische Zeichnungen verbinden Konstruktion, Fertigung, Messtechnik, Qualitätsmanagement, Lieferanten und Kunden. Sie beschreiben Werkstücke und die Anforderungen, die sie erfüllen müssen, damit ihre vorgesehenen Funktionen gesichert sind.
Damit diese Informationen verstanden und umgesetzt werden können, ist eine eindeutige Sprache mit klaren Regeln für die Beschreibung eines Werkstücks nötig.
ISO GPS ist mehr als eine Ergänzung zum zuvor geltenden Tolerierungssystem. Es verfolgt einen eigenen Tolerierungsansatz und verändert die Art, wie Masse und Toleranzen betrachtet und funktionale Anforderungen umgesetzt werden. Je nach Aufgabe geht es darum, ein Werkstück eindeutig zu beschreiben, Funktionen und Montagesituationen zu verstehen oder daraus Fertigungs- und Prüfanforderungen abzuleiten.

Aufgaben der technischen Zeichnung

Ein Werkstück vollständig und eindeutig beschreiben.

Elemente wie Funktionen, Masse, Toleranzen und Bezüge richtig verstehen und einordnen.

Funktion, Fertigbarkeit, Kosten und konkrete Zeichnungssituationen fachlich beurteilen.

Anforderungen in Fertigung und Prüfung umsetzen.

Die Zeichnung als gemeinsame technische Grundlage für die Kommunikation nutzen.

ISO GPS

ISO GPS ist da. Zeichnungen ohne ISO GPS-Tolerierungen sind nicht falsch – bestehende Lücken können aber mit ISO GPS sicher geschlossen werden. Eine eindeutige Zeichnung schafft ein gemeinsames Verständnis und reduziert den zusätzlichen Kommunikationsbedarf zwischen Konstruktion, Fertigung und Prüfung – besonders dann, wenn diese räumlich getrennt arbeiten. Wie jedes System wird auch ISO GPS mit zunehmender Vertrautheit zur Routine – typische Tolerierungen und Lösungen werden zunehmend intuitiv angewendet.

Anwender

Erstellen, verstehen, beurteilen, umsetzen – die individuelle Rolle bestimmt, wie mit technischen Zeichnungen gearbeitet wird. Externe Faktoren wie Kunden und Lieferanten können diese individuellen Rollen beeinflussen.